Opihr Oriental Spiced London Dry Gin

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Opihr Oriental Spiced London Dry Gin

3,5/5 Redaktionsbewertung
42.5 % vol.England
GinLondon Dry Gin
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Herstellung des Opihr Oriental Spiced London Dry Gin:

Der Opihr Oriental Spiced London Dry Gin wird von G&J Distillers im englischen Warrington hergestellt, einer der traditionsreichsten Gin-Brennereien Großbritanniens, die auf das Jahr 1761 zurückgeht und damit zu den ältesten noch aktiven Gin-Destillerien des Landes zählt. Die Marke selbst gehört zur Quintessential Brands Group, zu der auch das Schwesterprodukt Greenall's zählt. "London Dry Gin" bezeichnet dabei, wie bei den meisten Gins dieses Namens, ein Herstellungsverfahren – die Aromatisierung erfolgt in einem einzigen Destillationsschritt ohne nachträgliche Zusätze – und keine geografische Herkunftsangabe; destilliert wird der Opihr tatsächlich in Warrington, nicht in London selbst.

Namensgebend ist "Ophir", ein biblisch überliefertes, sagenumwobenes Land, das für seinen Reichtum an Gold und Gewürzen bekannt war und dessen genaue Lage bis heute nicht geklärt ist. Diese Anlehnung an die alten Gewürzhandelsrouten spiegelt sich direkt im Botanical-Konzept wider: Neben der obligatorischen Wacholderbeere kommen Koriander, Kubebenpfeffer, Kardamom, Kreuzkümmel, Orangenschale und der scharfe Tellicherry-Pfeffer aus Indien zum Einsatz – Gewürze, die historisch über die Seidenstraße und die Gewürzrouten des Orients nach Europa gelangten. Auch die auffällige, mit Ornamenten verzierte Apothekerflasche mit quadratischer Grundform und der rot-goldenen Halskordel greift diese orientalische Handelsgeschichte optisch auf.

Verkostung des Opihr Oriental Spiced London Dry Gin:

In der Nase präsentiert sich der Opihr würzig und warm, mit Kardamom und Kreuzkümmel im Zentrum, begleitet von einer feinen, aber präsenten Orangennote. Am Gaumen entfalten sich zahlreiche würzige, teils pfeffrig-scharfe Aromen: Kubebenpfeffer und Tellicherry-Pfeffer sorgen für spürbare Schärfe, während eine warme Süße die Kanten abrundet und eine leichte Zitrusnote für Frische sorgt. Der Wacholder bleibt dabei bewusst zurückhaltend, ebenso der Alkohol, der trotz 42,5 % vol. kaum in Erscheinung tritt. Der Abgang ist warm, würzig und mittellang, mit einem letzten Hauch von Pfeffer und Orange.

Steckbrief Opihr Oriental Spiced London Dry Gin:

Alkoholgehalt: 42,5 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder, Koriander, Kubebenpfeffer, Kardamom, Kreuzkümmel, Orangenschale, Tellicherry-Pfeffer
Hersteller: G&J Distillers (Quintessential Brands Group), Warrington, England

Botanicals des Opihr im Detail: Gewürze der alten Handelsrouten

Was den Opihr von klassischen, zitrus- und wacholderbetonten London Dry Gins unterscheidet, ist sein konsequenter Fokus auf Gewürze, die historisch über den Orienthandel nach Europa kamen. Kubebenpfeffer, auch Schwanzpfeffer genannt, stammt ursprünglich aus Indonesien und bringt eine pfeffrig-krautige Schärfe mit leicht bitterer Note ein. Tellicherry-Pfeffer, benannt nach der südindischen Handelsstadt Thalassery, gilt als eine der hochwertigsten Pfeffersorten überhaupt und sorgt für Wärme und Tiefe. Kreuzkümmel und Kardamom ergänzen das Profil um erdige, leicht süßliche Würze, während Orangenschale die nötige Frische liefert, damit die Gewürzfülle nicht zu schwer wirkt. Diese Kombination macht den Opihr zu einem der würzigsten London Dry Gins im mittleren Preissegment.

Verwendung des Opihr Oriental Spiced London Dry Gin

  • Gin & Tonic: Der Opihr harmoniert besonders gut mit einem milden, wenig bitteren Tonic wie 1724 Tonic Water, das die Gewürznoten nicht überdeckt, oder mit einem klassischen Fever-Tree Premium Indian Tonic Water, garniert mit einer Orangenscheibe, die die orientalische Würze unterstreicht.
  • Cocktail: Wegen seiner ausgeprägten Würze eignet sich der Opihr auch als ungewöhnliche Basis für einen Winter-Negroni oder einen Spiced Old Fashioned, in denen sich Pfeffer und Kardamom gut mit Bitterlikören und Wermut verbinden.

Der Opihr richtet sich an alle, die einen kräftig-würzigen, orientalisch geprägten Gin abseits der klassischen Zitrus-Wacholder-Achse britischer London Dry Gins suchen. Im Vergleich zum deutlich subtileren, safranbetonten Old Raj Dry Gin setzt der Opihr auf eine breitere, offensivere Gewürzpalette – wer intensive, pfeffrig-warme Aromen mag, findet hier einen der würzigsten Vertreter seiner Kategorie zu einem vergleichsweise zugänglichen Preis.

Auch als Bindeglied zwischen klassischer britischer Gin-Tradition und der wachsenden Zahl an "Spiced Gins" ist der Opihr bemerkenswert: Er zeigt, wie sich das strenge London-Dry-Verfahren – ein einziger Destillationsschritt, keine nachträglichen Zusätze – mit einer bewusst exotischen, geschichtlich hergeleiteten Botanical-Auswahl verbinden lässt, ohne die formalen Regeln des Stils zu verlassen. Für viele Einsteiger ist der Opihr damit oft der erste Kontakt mit einem deutlich würzigeren Gin-Profil, bevor sie sich an noch spezialisiertere Vertreter wie Navy-Strength- oder Barrel-Aged-Gins herantasten.

Auch die Flaschengestaltung ist Teil dieser Geschichtenerzählung: Die quadratische, an eine Apothekerflasche erinnernde Form mit dem ornamentierten Etikett und der rot-goldenen Kordel um den Hals soll optisch an orientalische Gewürzbehälter und Handelswaren erinnern, wie sie einst auf den großen Karawanenrouten zwischen Orient und Okzident transportiert wurden. Diese bewusste Verbindung von Optik und Rezeptur macht den Opihr auch als Geschenk beliebt für alle, die neben dem Geschmack auch eine erzählbare Herkunftsgeschichte schätzen.

Aromenprofil

Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.

Wacholder2/5
Zitrus3/5
Kräuter/Blumig2/5
Würze5/5

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