Fever-Tree Elderflower Tonic Water

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Fever-Tree Elderflower Tonic Water

4,5/5 Redaktionsbewertung
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Herstellung & Aromatik des Fever-Tree Elderflower Tonic Water

Fever-Tree wurde 2004 in London von Charles Rolls, einem erfahrenen Spirituosenexperten, und dem Werbefachmann Tim Warrillow gegründet, die auf der Suche nach einem rein natürlichen Tonic ohne künstliche Süßstoffe eigens in die Demokratische Republik Kongo reisten, um dort Chinarinde zu beziehen. Aus dem 2005 eingeführten Indian Tonic Water hat sich seither ein international tätiges Unternehmen mit Sitz in London und Produktionsstätten in Somerset entwickelt, das seit 2014 an der Londoner Börse notiert ist und mit seiner konsequent natürlichen Rezeptur maßgeblich zur Entstehung des heutigen Premium-Tonic-Marktes beigetragen hat.

Für die Elderflower-Variante wird der klassischen Basis aus Chinarinde und Quellwasser ein Holunderblüten-Aroma beigegeben, das dem Tonic eine blumig-honigsüße Note verleiht, ohne die charakteristische Chinin-Bitterkeit vollständig zu verdecken. Damit reagiert Fever-Tree auf den anhaltenden Trend zu floraleren, weniger wacholderbetonten New-Western-Gins, für die ein rein neutrales Indian Tonic oft zu bitter und zu wenig komplementär ausfällt.

Holunderblüten-Sirup selbst hat in Großbritannien eine lange Tradition als Zutat für hausgemachte Limonaden und Cordials und erlebte im Zuge des Gin-Booms der 2010er-Jahre ein regelrechtes Comeback, als immer mehr Destillerien florale Botanicals wie Holunderblüte, Lavendel oder Kamille in ihre Rezepturen aufnahmen. Fever-Tree griff diesen Trend frühzeitig auf und übertrug ihn vom Gin selbst auf das dazugehörige Tonic, um Konsumenten eine bereits fertig abgestimmte, geschmacklich stimmige Kombination anzubieten, statt sie allein auf die Suche nach dem passenden floralen Gin zu verweisen.

Geschmacksprofil

In der Nase zeigt sich ein deutlicher, honigsüßer Holunderblüten-Duft. Am Gaumen verbindet sich eine sanfte, weniger ausgeprägte Chinin-Bitterkeit mit der blumigen Süße der Holunderblüte – insgesamt milder und zugänglicher als das klassische Fever-Tree Premium Indian Tonic. Die Kohlensäure ist fein und gut eingebunden. Der Abgang ist mittellang, blumig-süß mit einem leicht bitteren Nachklang, der das Getränk vor reiner, eindimensionaler Süße bewahrt und für Trinkbarkeit sorgt.

Serviert wird das Elderflower Tonic am besten im großen Ballonglas mit viel Eis. Eine Gurkenscheibe als Garnitur betont die florale Frische zusätzlich, während eine Zitronenzeste einen leichten Säure-Kontrapunkt zur Süße der Holunderblüte setzen und das Getränk insgesamt runder wirken lassen kann.

Informationen zum Fever-Tree Elderflower Tonic Water

Herkunft: Vereinigtes Königreich
Zutaten: Wasser, Zucker, Kohlensäure, Citronensäure, natürliches Holunderblüten-Aroma, Chinin
Hersteller: Fever-Tree Ltd.

Gin & Fever-Tree Elderflower Tonic: Empfehlungen

  • Mit Hendrick's Gin: Die blumig-süße Holunderblüte passt hervorragend zum floralen, gurkig-rosigen Charakter von Hendrick's, dessen Rosennote dadurch zusätzlich unterstrichen wird.
  • Mit Bombay Sapphire London Dry Gin: Die zehn Botanicals des Bombay Sapphire, darunter Kubebenpfeffer und Iriswurzel, harmonieren gut mit der blumigen, milden Süße des Tonics und ergeben einen ausgewogenen, wenig bitteren Gin & Tonic.
  • Mit Whitley Neill London Dry Gin: Die afrikanisch inspirierten Fruchtnoten des Whitley Neill werden durch die blumige Süße des Elderflower Tonics zusätzlich abgerundet und geschmacklich harmonisch eingebettet.

Im Vergleich zum klassischen Fever-Tree Premium Indian Tonic ist das Elderflower Tonic spürbar milder und weniger bitter – eine bewusste Entscheidung, die es zum idealen Partner für florale, aromatisch komplexe Gins macht, die von zu viel Chinin-Bitterkeit sonst überdeckt oder unangenehm herb gemacht würden. Wer einen klassischen, kräftig-bitteren Gin & Tonic bevorzugt, sollte eher zum Original oder zum deutlich würzigeren Aromatic Tonic derselben Marke greifen.

Innerhalb der umfangreichen Fever-Tree-Produktfamilie zählt das Elderflower Tonic damit zu den zugänglichsten und süßesten Varianten – ein Umstand, der es besonders bei Einsteigern in die Welt des Gin & Tonic beliebt macht, die von der reinen, unverfälschten Bitterkeit klassischer Indian Tonics zunächst noch etwas abgeschreckt sind. Für erfahrene Gin-Trinker bleibt es dennoch eine sinnvolle Ergänzung im Barregal, wenn ein floraler Gin einen ebenso floralen Partner sucht, ohne dass zusätzlicher Sirup oder Zucker eigens beigemischt werden muss.

Auch als alkoholfreier Sommerdrink funktioniert das Elderflower Tonic ausgezeichnet: Mit Eis, einer Zitronenscheibe und etwas frischer Minze ergibt sich eine erfrischende, dezent bittere Limonade, die deutlich weniger süß ausfällt als klassische Fruchtlimonaden und auch an heißen Sommertagen nicht schwer im Magen liegt. Zu leichten Sommergerichten wie grünen Salaten, hellem, gedünstetem Fisch oder frischem Obst passt die blumige Süße gut, ohne den Gaumen zu überladen oder die feinen Aromen der Speisen zu übertönen. In der Gastronomie wird das Elderflower Tonic zudem gerne zusammen mit einem trockenen, wenig süßen Sekt zu einem alkoholarmen Spritz-Ersatz kombiniert, der die florale Note zusätzlich betont und sich gut als Aperitif vor dem eigentlichen Essen eignet.

Aromenprofil

Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.

Süße4/5
Bitterkeit2/5
Fruchtigkeit1/5
Kräuter/Blumig5/5

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